Wenn ich heute an Baumaschinen denke, führt der Weg unweigerlich zurück in meine früheste Kindheit Anfang der 1970er Jahre. Noch im Kinderwagen sitzend, habe ich sie bestaunt – riesige, laute, kraftvolle Maschinen, die eine neue Eisenbahnlinie bauten. Das Westportal eines Tunnels lag damals am täglichen Spazierweg meiner Mutter, und dort fuhren sie ein und aus: Caterpillar 621 Hinterkipper. Voll beladen verliessen sie den Tunnel, halfen einen mächtigen Damm aufschütten, und verschwanden mit leeren Mulden erneut im Berg.
Diese Bilder sind lebendig geblieben und sie waren der Anfang einer lebenslangen Faszination.
Schon wenig später zog diese Begeisterung in Miniaturform bei mir ein. Das NZG-Modell des Cat 621 mit Athey-Kipper gehörte zu meinen schönsten Spielsachen. Knicklenkung, grosse Räder, diese besonderen Bewegungen – sie hatten für mich immer auch etwas Animalisches und erinnerten mich an Dinosaurier. Dazu der Respekt einflössende Lärm. Das alles hat mich nicht mehr losgelassen und fasziniert mich noch heute.


Auch mein Vater trug seinen Teil dazu bei. Als Lastwagen-Chauffeur brachte er regelmässig Geschichten von Berufskollegen mit nach Hause – von Kipperfahrern, Grossbaustellen und neuen Maschinen. Eine dieser Geschichten ist mir besonders geblieben: Die Sensation, dass ein Radlader einen Lastwagen mit nur einer Schaufel beladen konnte. Fünf Kubikmeter auf einmal – das musste ein Cat 988 gewesen sein. Solche Momente waren für mich Magie. Das passende Modell von NZG blieb leider ein Traum, der nicht in Erfüllung ging. Dafür wurde der Muldenkipper so intensiv bespielt, dass er die Kindheit nicht überlebte. Als Erwachsener wollte ich diese Legende meiner Jugend jedoch unbedingt in meiner Sammlung wissen – ich fand einen Sammler, der mir ein Modell in gutem Zustand verkaufte.




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